Flugdienst

 

Im Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband ist der Flugdienst ein Sonderdienst mit eigenständigem Kommando, das direkt dem Landesfeuerwehrkommandanten untersteht. 

Kommando des Nö. Feuerwehrflugdienstes: 

 - Kdt. OBR Ing. Albert Brix  
 - Kdt.Stv. HBI Christoph Keiblinger 

Entsprechend dem Waldbrandgefahrenpotential wurden 4 Basisgruppen in Niederösterreich eingerichtet: 

 - Basisgruppe NORD in Dobersberg  
 - Basisgruppe SÜD in Wiener Neustadt  
 - Basisgruppe MITTE in Tulln
 - Basisgruppe WEST in Amstetten 



Mannschaftsfoto der Flugdienstgruppe West (2007)
Unsere Aufgaben als Flughelfer

- Unterstützen den örtlichen Feuerwehren bei einer Waldbrandbekämpfung in unwegsamen Gelände.  
- Erkunden und vorbereiten von Hubschrauberlandeplätzen.  
- Absperren der Landeplätze.  
- Meldung von erkannten Gefahren an den Piloten oder der fliegerischen Einsatzleitung (flEL)  
- Einweisen von Hubschraubern.  
- Mitteilung von Zielpunkten an den flEL oder erforderlichenfalls an die Piloten Herstellen der Funkverbindung zu den eingesetzten Luftfahrzeugen.  
- Vorbereiten von Personen und Lasten für den Lufttransport als Außen- und Innenlast  
- Beobachten und melden aus der Luft.  
- Arbeiten am Löschwasserbehälter und am Löschwassetransportbehälter.  
- Befüllen der Wasserbehälter von Flugzeugen.  
- Arbeiten mit dem Personenrettungsnetz.

Welche Luftfahrzeuge werden verwendet?

Beim Flugdienst der Feuerwehr werden fast ausschließlich Luftfahrzeuge des Bundesheeres und des Innenministeriums verwendet.

Einige der verwendeten Typen stellen wir hier ein wenig vor:



Agusta Bell 212 (Bundesheer)

Länge: 17,46m
Höhe: 3,91m
Rotordurchmesser: 14,69m
Doppelturbinenwerk: PT6T-3 Twin Pac 1
Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h
Dienstgipfelhöhe: 4330 m
Reichweite: 420 km
Leergewicht: 3050 kg
Höchst zulässiges Gesamtgewicht: 5080 kg



Pilatus PC-6-Turbo Porter (Bundesheer)

Spannweite: 15,2 m
Länge: 11m
Gewicht: 1300kg
Höchstgeschwindigkeit: 222km/h
Reichweite max.: 660km
Passagiere max.: 7 Mann
Startstrecke normal: 200m
Landestrecke normal: 120m
Beladung: Löschwasserbehälter 800l



Sikorsky S-70A-42 "Black Hawk" (Bundesheer)

Triebwerke: 2xT700-GE-701C
Turbinenleistung: 2x1342kW (2x 1800PS)
Höhe: 5,13m
Länge: 19,76m
Hauptrotordurchmesser: 16,36m
Max. Reisegeschwindigkeit: 294km/h
Höchstgeschwindigkeit: 359km/h
Reichweite: 650 km (1200 km mit 2 Aussentanks mit je 874 l)
Dienstgipfelhöhe: 5835 m
Leergewicht: 5224 kg
Max. Startgewicht: 10659 kg
Transportkapazität-Varianten bis zu 25 Personen od. 4082 kg Aussenlast od. 4232 kg intern od. 6 Krankentragen+ 4 Sitzplätze




"Alouette" III

Triebwerke: Turbomeca Artouste III B1
Turbinenleistung: 420 kW (570 PS)
Abmessungen: 
Länge: 10,17 m
Höhe: 3,09 m
Rotordurchmesser: 11,02 m
Kraftstoffverbrauch: 200 l/h
Reisegeschwindigkeit: 160 km/h
Höchstgeschwindigkeit: ca. 210 km/h
Reichweite: ca. 400 km
Dienstgipfelhöhe: 6.500 m
max. Abflugmasse: 2.200 kg
militärische Sanitätsversion: 2 Krankentragen + 1 Sitz
Seilwinde/Seillänge: 25 m
Seilwinde/Tragkraft: max. 750 kg Belastung
Herstellerland: Frankreich




Eurocopter AS 355 F2 Ecureuil (Innenministerium)

Länge: 12,94 m
Rotordurchmesser: 10,69 m
Triebwerk: 2 x Allison 250 C 20 F 740 PS
Dienstgipfelhöhe: 4000 m
Reichweite max: 712 km
Höchstgeschwindigkeit: 278 km/h
Abflugmasse max.: 2400 kg
Zuladung: 1094 kg
Außenlasthaken max.: 1045 kg
Passagiere max: 4 Mann



Eurocopter EC 135 (ÖAMTC)

Länge: 12,1 m
Höhe: 3,62 m
Vierblattrotordurchmesser: 10,2m
Triebwerk: 2x Turbomeca Arrius 2B von je 696 WPS
Dienstgipfelhöhe: 6069 m
Reichweite max.: 750 km
Höchtgeschwindigkeit: 287 km/h
Zuladung: 1250 kg
Rettungswinde: 270kg
Passagiere maximal 4 Personen



Eurocopter EC 135 (Innenministerium)

Länge: 12,1 m
Höhe: 3,62 m
Vierblattrotordurchmesser: 10,2m
Triebwerk: 2x Turbomeca Arrius 2B von je 696 WPS
Dienstgipfelhöhe: 6069 m
Reichweite max.: 750 km
Höchtgeschwindigkeit: 287 km/h
Zuladung: 1250 kg
Rettungswinde: 270kg
Passagiere maximal 4 Personen






Ausrüstung

- 2 Renzler Löschwassertransportbehälter a 1000l 
- 3 Cadwick Löschwassertransportbehälter a 600l 
- 1 Faltbehälter 10 000l 
- 2 Faltbehälter 7 000l 
- 1 Container mit Schanzwerkzeug 
- 2 Löschcontainer 
- Div. Lastennetze 
- Div. Anschlagmittel
- Flugdiensthelme 
- Nachrichtenmittel 
- Funk
- Navigationsmittel


Ausbildung

Feuerwehr Flughelfer sind speziell ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehrmänner, welche die Besatzung und das Bodenpersonal von Luftfahrzeugen im Feuerwehreinsatz unterstützen. 

Um als Flughelfer eingesetzt werden zu dürfen muß eine spezielle Ausbildung absolviert werden, für die der Gruppenkommandantenlehrgang Voraussetzung ist. 

Die Flugdienstgruppe West besteht aus Kameraden der Feuerwehren Amstetten und Wolfsbach, die Mannschaftsstärke beträgt zurzeit 23 Mann. 

Zweimal im Jahr finden in Niederösterreich Übungen mit den anderen Flugdienstgruppen statt.

Links zum Thema Flugdienst

Niederösterreich 
Flugdienstgruppe Landesfeuerwehrverband 
Flugdienstgruppe Nord 
Christophorus 15 

Österreich 
Luftstreitkräfte Österreichisches Bundesheer 
ÖAMTC Flugrettung 

International 
Martin Mars (Private Waldbrandbekämpfung, USA)


 

 
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